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Pilgernd unterwegs, 4. Nov. 2017

Bernhard Manz

 

Ich versuche einen kleinen Rückblick zu machen, mich an einige Gedanken zu erinnern, die an diesem Abend von Alice Pohl am Anfang im Predigtsaal oder von anderen der Vorbereitungsgruppe bei den Halten im Wald, oder am Feuer geäussert wurden.

 

Wir waren fast 30 Frauen und Männer, die sich am Nachmittag vom 4.November aufmachten, gemeinsam ein Wegstück zu gehen. Vom Neuhaus im Ochlenberg führte unser Weg zurück zur Kirche in Herzogenbuchsee. Wir alle nahmen uns eine kleine Auszeit. Es ist nicht vielen vergönnt, einmal für ein oder mehrere Monate auszubrechen, den Alltag hinter sich zu lassen, vielleicht eine Pilgerreise zu machen. Vieles muss zusammenpassen, reicht der eigene Mut und die Kraft, die finanziellen Mittel, das familiäre Umfeld, die Kontrolle über Garten und Haus für eine gewisse Zeit abzugeben. Früher hatte das Pilgern einen Zusammenhang mit Sünde und Busse tun. Heute wollen wir Abstand gewinnen vom Alltag, den Pflichten, den Anforderungen von Beruf, Familie und Freizeitindustrie, zu uns selbst und damit vielleicht näher zu Gott zu finden.

Staus auf der Strasse oder Verspätungen im Zug werden als Zeitverlust wahrgenommen. Eigentlich könnten es auch Zeitgewinne sein, wo wir unseren Gedanken nachhängen können, wo wir dem Leben zuschauen dürfen, wo eine Begegnung entstehen könnte, wenn wir das zulassen.

 

Am Anfang der Wanderung hörten wir eine kleine, einfache Geschichte von einem Johannes der jeden Tag ein Stück Weg in eine Kirche ging, kurz innehielt und das „Gebet“ sprach, «Jesus, hier ist Johannes». Dann wartete Johannes eine Minute und er wusste, Jesus hörte ihn.

 

Wir fragten uns, wenn wir keine grosse Auszeit, keinen langen Pilgerweg unter die Füsse nehmen können, gibt es auch ein kleines Pilgern, so wie es dieser Johannes tat?

Erinnert ihr euch an die Läuferin Anita Weyermann, die das Wort prägte, „Gring abe u seckle“. Ja, funktionieren bis der Körper nicht mehr mitmacht oder bis man in einer Gewaltsanstrengung allem den Rücken kehrt. Vielleicht haben wir aber gelernt, achtsam zu sein, unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen und vielleicht regelmässig oder nach Möglichkeit ein kleines Pilgern in den Alltag einzubauen, einen Kaffeehalt oder eine Wanderung zum Beispiel.

Wir zogen in der Nacht fast ohne Licht durch den Wald und schwiegen. Wir wollten das so. Kein „small talk“, keine SMS, kein facebook, nur wir mit uns, und doch nicht allein. Anschliessend gab’s in der warmen Waldhütte diese feine Kürbissuppe, Tee und Brot, Gespräche, Lachen und eine Geburtstagstorte für unsere Feuermacherin Monika. An der letzten Station sassen wir im Kreis im Wald, es regnete ein wenig, kühl war es und Nacht. Ein aussenstehender Beobachter würde sagen, die spinnen. Warum nicht hie und da ausscheren und ein bisschen spinnen?

In der Kirche, zum Abschluss des Abends erhielten wir Gottes Segen in Form von Worten, oder eines Spruches aus der Bibel und einem Segenszeichen mit Oel auf Stirn und Handflächen. Ich hatte das Gefühl, nach diesem nächtlichen Pilgerweg wirklich gesegnet zu sein. Ich habe auch das Gefühl, dass es einigen von euch, die ihr mitwanderten auch so erging.

Nochmals ganz herzlichen Dank Alice Pohl (Andacht im Neuhaus), Gisela Wüthrich (Suppe), Hedi und Peter Schneider, Bruno Staub (Taxidienst), Monika Übersax (Feuer)

 

Übrigens, erinnert ihr euch an den Ausgang der Geschichte von Johannes. Er musste doch ins Spital und bekam täglich Besuch und niemand sah diesen Besuch. Trotzdem hatte Johannes und sein Besuch eine Wirkung auf die anderen Patienten.

 

Ich wünsche euch einen guten Tag und oft oder hie und da eine kleine Auszeit.

 

Bernhard Manz und die Vorbereitungsgruppe des Pilgerabends.

 

Der nächste Pilgerabend findet auch im nächsten Jahr Ende Oktober, Anfangs November statt.

 

Wollt ihr die ganze Geschichte von Johannes lesen? Hier ist sie:

 

Zwölf Uhr mittags?

Dem Pfarrer einer Stadt im Süddeutschen fiel ein alter, bescheiden wirkender Mann auf, der jeden Mittag die Kirche betrat und sie kurz darauf wieder verließ. So wollte er eines Tages von dem Alten wissen, was er denn in der Kirche tue. Der antwortete: Ich gehe hinein um zu beten. Als der Pfarrer verwundert meinte, er verweile nie lange genug in der Kirche, um wirklich beten zu können, meinte der Besucher: "Ich kann kein langes Gebet sprechen, aber ich komme jeden Tag um zwölf und sage: "Jesus, hier ist Johannes." Dann warte ich eine Minute, und er hört mich."

Einige Zeit später musste Johannes ins Krankenhaus. Ärzte und Schwestern stellten bald fest, dass er auf die anderen Patienten einen heilsamen Einfluss hatte. Die Nörgler nörgelten weniger, die Traurigen konnten auch mal lachen. "Johannes", bemerkte die Stationsschwester irgendwann zu ihm, "die Männer sagen, du hast diese Veränderung bewirkt. Immer bist du gelassen, fast heiter." "Schwester", meinte Johannes, "dafür kann ich nichts. Das kommt durch meinen Besucher." Doch niemand hatte je bei ihm Besuch gesehen. Er hatte keine Verwandten und auch keine engeren Freunde. "Dein Besucher", fragte die Schwester, "wann kommt der denn?" "Jeden Mittag um zwölf. Er tritt ein, steht am Fußende meines Bettes und sagt: "Johannes, hier ist Jesus."

 

Vorbereitungsgruppe:

Pfrn. Hélène Ochsenbein oder Sophie Machat

Hugo Albisser (Lieder)

Heidi Gautschi

Stefan Hofer

Monika Kipfer

Bernhard Manz

Brigitte Reinmann

Peter Willen

 

      


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Sonntag, 7. März
9.30 Gottesdienst. Pfrn. S. Matschat. Kollekte: Begleitung Schwerkranker im Oberaargau


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